neu

RR027 Ein Kussmund geht auf Reisen – wie AIDA die Kreuzfahrt beherrscht

Sie möchten die Sendung hören?

Bitte hier klicken:  

Als die Aida Cara 1996 zum ersten Mal mit ihrem Kussmund in See stach, da war das ein ungeheuerliches Produkt für die Deutschen. Etwas, das sich von der elegant-tantenhaften Atmosphäre auf dem ZDF Traumschiff so unterschied, wie eine hedonistische Yacht vor Nizza vom Törtchendampfer auf dem Wannsee. Keine Konventionen, keine Zwänge, keine betuliche Inneneinrichtung mit Schnörkelgeländer und Raff-Vorhängen, keine Tischordnung, kein Tanzpaar und Moderator im Glitzerjacket – für eingefleischte Kreuzfahrer – und derer gab es nicht sehr viele in Deutschland – klang es wie Anarchie auf allen Decks. Kein Wunder: es waren ehemalige Robinson-Manager um Johann Friedrich Engel, die sich dieses Konzept ausdachten. Sie wollten Menschen auf die Meere bringen, die beim Traumschiff eher einen Pickel auf der Nase spürten, denn Reiselust. Und für die Deutsche Seereederei in Rostock – damals noch mit Konsul Horst Rahe, war es die letzte und einzige Chance, zu überleben. Das Konzept schlug ein, wie eine Bombe. Mittlerweile gibt es sieben Aidas. Ein Ende ist nicht in Sicht. Und weit über 12.000 Menschen müssen Woche für Woche begeistert werden… Das ist Erfolg und Fluch zugleich. Denn was kann bei so einer Massenbewegung noch übrig bleiben von der lustvollen Anarchie, mit der man gestartet ist? Darum soll es in diesem Reiseradio gehen. Um den Blick hinter die Kulissen und den Wandel im Zeichen des Kussmunds. Wir sprachen mit dem Chefentertainer, dem Clubdirektor, dem Küchenchef, der Umweltoffizierin – und natürlich mit dem Kapitän.

(ab 03:50) Auf unserer Reise war Premyslav Kurc der Kapitän des Spaßdampfers. Nun bin ich Prem schon seit vielen Jahren bei unzähligen Drehs auf der Aida begegnet – in verschiedenen Funktionen. Sehen Sie mir deshalb nach, dass unser Gespräch nicht so ernst verlief, wie es sich vielleicht gegenüber einem goldbestreiften Offizier auf der Brücke eines normalen Cruiseliners geziemen würde…

(ab 20:10) Während auf den meisten amerikanischen Schiffen schon lange Hullygully mit Anfassen gilt, mit dem unbedingten Willen der Gäste zum Amüsemang und befeuert durch absolutes Powerselling von süßen alkoholischen Drinks aus Plastikbechern, war der europäische, und speziell der deutsche Kreuzfahrtmarkt exakt so, wie es Wolfgang Rademanns Tramschiff im ZDF perfekt vorinszenierte. Gepflegt, gesittet, gemächlich, genussvoll. Leider auch ein wenig geriatrisch. Und dann, rumms, kam die Aida. Karneval bis zum Horizont. Vor allem ein Name repräsentierte in den ersten Jahren das Konzept: Ernie Noelle. Der legendäre erste Clubchef aus dem Entwicklerteam, an dem sich keiner messen konnte. Er hatte Starkult mit Autogramstunden auf der ITB. Und spätestens, als die Aura und Vita kamen, gab es ein Problem: die Menschen fragten nämlich vor der Buchung im Reisebüro, auf welchem Schiff Ernie denn als Clubvater unterwegs war. Da schrillten in Rostock die Alarmglocken. Denn eines wurde den Managern der zweiten Generation schnell klar. Ebenso wie an Land die Robinson Clubs, musste auch die Aida erwachsen werden. Party ist schön, aber zu viel Party für zu viele Menschen lässt sich nicht durchhalten, wenn man wachsen möchte und muss als Produkt. Als ich nun Joe Zacharias gegenübersaß, dem heute so genannten Chefentertainer, mit seinem blütenreinen Offiziershemd, da war ich zugegeben etwas zwiegespalten. Ein hochprofessioneller Mensch… und hinter ihm schimmerte Ernie Noelle durch, der kein 2-Minuten-Interiew ohne Faxen durchstehen konnte im früher üblichen permanenten Kindergeburtstag für Erwachsene. Aber wahrscheinlich muss man heute so sein, wie Joe, weil die Gäste nicht mehr Ernie sind.

(ab 31:30) Kreuzfahrt ist ein Synonym für Völlerei. Diese nicht enden wollenden Speisekarten, weil das Restaurant mit Freitreppe das wichtigste Animationsprogramm des Tages ist. Nun, auch auf der Aida wird mächtig gefuttert. Je größer die Schiffe, desto mehr Restaurants. Und obwohl es auf den Aida Schiffen die wahrscheinlich besten Fitness-Center auf den Weltmeeren gibt und riesige Wellnessbereiche mit Panorama-Saunen und Kräuteraufgüssen – es ist unmöglich, das Schiff nach einer Woche mit weniger Gewicht wieder zu verlassen. Es sei denn, man hatte Magen-Darm-Grippe. Auf den Büffets türmen sich Unmengen von Speisen, in den Spezialitätenrestaurants ist kaum ein Platz zu bekommen – und dann sitzt da ein oberster Küchenchef in seinem winzigen Büro, und hat keinen Kochlöffel in der Hand, sondern die Computermaus. Und als ich Rainer Stier traf, hatte ich natürlich den Probierlöffel im Kopf und den kleinen Salzstreuer am Pass, bevor die Tabletts die Küche verlassen. Und angesichts der Mengen an Tabletts wurde mir schnell klar wie unsinnig diese Vorstellung ist.

(ab 39:40) Spätestens, wenn der Maschinist auf den Zündknopf drückt und die Dieselgeneratoren anlaufen, dann sollte man tunlichst nicht zu intensiv den markanten Schornstein beobachten, der den Schiffen die möglichst elegante Silhouette verschafft. Da rußt und raucht es gewaltig. Und ich kann mich erinnern, dass auf der ersten Cara der Sonnenbereich ganz achtern die Wäscherei zum Wahnsinn trieb wegen all der Rußpartikel auf den Frotteehandtüchern. Die Gäste übrigens auch.Nun hat sich viel getan in den Jahren. In der Technik, aber vor allem auch im Bewusstsein. Es sind zwar weltweit vergleichbar wenige Kreuzfahrschiffe unterwegs in Bezug zu Autos oder Flugzeugen. Aber Umweltschutz ist ein ernstes Thema. Auch auf einem Spaßschiff.Und gerade , wenn man draußen allein ist bis zum Horizont, dann könnte ja die Versuchung groß sein. Aber dafür ist Aida – übrigens Tochter der weltgrößten amerikanischen Carnival – zu professionell. Damit die Anstrengungen aber nicht nur in schönen Worten im Nachhaltigkeitsbericht stehen bleiben, leistet man sich Umweltoffiziere mit weitreichenden Komeptenzen. Mit einer sprach ich: Karin Erlach.

(ab 49:15) Der Clubdirektor. Die Mutter, die Seele. Der Grüss-August, immer auf Rundgang zwischen den Gästen, nie um einen coolen Spruch verlegen, immer bereit für einen Schwatz, einen Drink an der Bar und eine Pointe auf der Bühne. Das ist das legendäre Bild aus alten Tagen. Der Herbergsvater von der Spaßstelle.Auch auf den erste Clubschiffen hat man es so gehalten. Bewusst ein wenig bösartig gegenüber den oft etwas steifen Kreuzfahrt-Direktoren auf normalen Schiffen, die eher ihre Goldtressen spazieren führten. Nun hat sich die Aida so massiv geändert in Richtung Mainstream. Was bedeutet das denn nun für das Selbstverständnis des höchsten Offiziers neben dem Kapitän? Das fragte ich Michael Kliever.

Geschrieben von admin am 29. August 2010 | Abgelegt unter Allgemein, Interviews, Reisejournalismus, Schiffsreisen | Keine Kommentare

Autor

Profile Hinter dem Reise-Radio steht Jürgen Drensek, der Vorsitzende der Vereinigung Deutscher Reisejournalisten (VDRJ). Im nicht-virtuellen Leben erstelle ich mit meiner "Aixpress-TV-Produktionen" Reisefilme und Magazinbeiträge für die Öffentlich-Rechtlichen Rundfunkanstalten in Deutschland. Aixpress ist auch Produzent von Corporate Videos für die Reiseindustrie. Meine berufliche Karriere führte mich von der Aachener Zeitung (damals noch Volkszeitung) über die Wirtschaftsredaktion (Hörfunk) des WDR zu den aktuellen Magazinen des WDR-Fernsehens. Von 1988 bis 1992 war ich Anchor der abendlichen Newsshow auf RIAS-TV in Berlin. 1992 wurde ich zum Ersten Moderator des ARD-Morgenmagazins berufen. Seit 1994 bin ich selbständiger Produzent - und Radio-Autor und Moderator. Und jetzt auch im Netz :-).

RR026 Warum ist es auf dem Rhein so schön? Taufe der TUI Sonata / Schwerpunkt Fluss-Kreuzfahrt – Hintergrund-Gespräche mit Dr. Volker Böttcher und Andreas Casdorff (TUI), Lars Clasen (A-rosa) und Guido Laukamp (Viking) / Karl Born und das Google-Auge

Sie möchten die Sendung hören?

Bitte hier klicken:  

Was Sie schon immer über Flusskreuzfahrten wissen wollen, aber bislang nicht zu fragen wagten. In diesem Reiseradio werden wir es Ihnen erzählen. Drei der Big Player auf dem Markt stellen sich anlässlich der Taufe der TUI Sonata in Köln zu einem ausführlichen Gespräch und lassen sich in die Karten schauen, warum dieses beschauliche Reisen, das jahrelang als Senioren-Landverschickung geschmäht war, auf einmal mit Sexappeal aufgeladen wird. Nun ja, sagen wir mal, was sich der brave Deutsche so unter Sex vorstellt…

Im Gespräch nachher Dr. Völker Böttcher. Er gab das OK, dass die alte Tante TUI sich endlich mal wieder auf den Fluß wagt. Andreas Michael Casdorff, der neue Kapitänsleutnant aus Hannover, der den TUI-Smileys auf den Flüssen Leben und Profit einhauchen muss. Lars Clasen, der aus dem fernen Rostock einigermaßen gelassen zuschaute, wie seine A-rosa Flotte deutsche Konkurrenz bekommt. Und Guido Laukamp von Viking River Cruises, der als einziger mit seinen internationalen Gästegruppen jonglieren muss, und sich deshalb erst gar nicht dem national-geschmäcklerischen Schönheitswettbewerb auf dem Wasser stellen mag, sondern lieber der Erlebnismeister an Land sein mag…

Alle haben derzeit dasselbe Problem. Auf den Flüssen kräuselte sich auf den letzten Monaten das Wasser ziemlich ungemütlich. Man musste schon Anstrengungen unternehmen, um die vielen Kabinen voll zu bekommen.

Und Karl Born ist heute auch wieder dabei – aus seinem beschaulichen Urlkaubsdomizil auf Lanzarote zugeschaltet. River-View gibt es noch nicht – eine echte Marktlücke für Google – aber die virtuelle Realität und die reale Aufgeregtheit darüber – das wird Thema unserer Lästerei sein. Den ganzen Beitrag lesen »

Geschrieben von admin am 22. August 2010 | Abgelegt unter Allgemein, Borns Bissige Bemerkungen, Branchenklatsch, Interviews, Schiffsreisen, Tourismus-Wirtschaft | Keine Kommentare

RR025 Die neue Sinnlichkeit bei Sensimar / Die neuen Erkenntnisse durch die TUI-Hotelberatung / Die schöne neue Welt von Soma Bay / Das neue holländische Werbe-Frikandel

Sie möchten die Sendung hören?

Bitte hier klicken:  

Die TUI ist nicht nur ein Veranstalter, der Reisen verkauft. Die TUI ist auch Hotelier. Von allen Veranstaltern der größte. Und da beleuchten wir heute mal zwei Aspekte: Top Thema ist die Marke Sensimar. Was sich anhört wie die Urmutter der Kaffeepad-Maschinen, soll sich zu einem Alleinstellungsmerkmal für Hotels mit viel Sinnlichkeit und Gefühl für die sehr jung gebliebenen Best-Ager entwickeln. Wie das funktionieren kann, dazu befragte ich Andreas Pospiech, den zuständigen TUI-Manager, und seinen Kollegen Hasan Yigit von Sensimar, der als Hoteltester herumreist, um den richtigen Spirit in die Häuser zu bringen.

Hoteltest ist das zweite Stichwort unseres Radioprogramms heute. Aber im Sinne der allgemeinen Leistungsverbesserung. Die TUI bietet all ihren Hotels, die sie verkauft, jetzt auch eine professionelle Beratung an. Die ist verglichen mit vielen anderen herumschwirrenden Hotelexperten sogar einigermaßen günstig. Denn für den Veranstalter ergibt sich eine win-win-Situation. Gute Beratung führt zu guter Leistung führt zu guten Buchungen führt zu Mehreinnahmen. Andreas Koch ist der oberste Hoteltester. Er verrät uns, was dahintersteckt.

Soma Bay liegt in Ägypten. Wem sag ich das. Aber es ist gleichzeitig alles andere als Ägypten. Und der einzige Bezug zum Gastland dürften die Mitarbeiter sein, die für das Wohl der Gäste in den vorwiegend Luxusanlagen der abgeschotteten Halbinsel sorgen. Ein Resort, bei dem wahrscheinlich hotelberatend alles richtig gemacht wurde. Trotzdem gibt es natürlich Kritik an der künstlichen Ferienwelt. Ich sprach mit Robert Fellermeier, dem Manager von Soma Bay über die unbestrittene Attraktivität dieser disneyesken Erlebnisghettos, und warum das so ist.

Vielleicht wissen Sie noch nicht, was ein Frikandel ist. Es ist eines der Hauptnahrungsprodukte eines kleinen reiselustigen Völkchens, das die Touristiker allerdings manchmal etwas verzweifeln lässt, weil sie im Ruf stehen, sparsam zu sein, und ihre Wohnung auch gleich auf Rädern mitnehmen wollen. Nun haben unsere holländischen Nachbarn aber eine Internet-Kampagne gestartet, die so lustig ist, dass ich sie im Reiseradio vorstelle. Ein Würstchen wirbt. Den ganzen Beitrag lesen »

Geschrieben von admin am 16. August 2010 | Abgelegt unter Allgemein, Branchenklatsch, Hotellerie, Interviews, Reise-Veranstalter, Tourismus-Wirtschaft, Zielgebiete | Keine Kommentare

RR024 Warum Deutschlands Regionen sich wieder selbst vermarkten / Warum Golfbälle zu Instrumenten mutieren / Warum ewige Schönheit Gäste nach Dublin lockt / Warum Karl Born Gebühren in Hotels nicht mag

Sie möchten die Sendung hören?

Bitte hier klicken:  

Das Bergfest der Sommersaison haben wir ja schon überschritten. Für die Profis ist alles schon gelaufen; bis auf den Rest, der noch irgendwie verramscht wird. Gewinner und Verlierer des Sommers stehen fest.

Ein Gewinner, auch gerade wegen des tollen Wetters, das wir hatten, ist Deutschland als Destination. Und im Sommer vor allem die Küste, und da die boomende Ferienregion Mecklenburg Vorpommern. Bernd Fischer als Geschäftsführer des Tourismusverbandes ist einer der erfolgreichsten Urlaubsmanager Deutschlands. Mit ihm habe ich mich unterhalten über die Herausforderungen, für eine Region gutes Marketing zu machen – aber auch über die Hintergründe, warum man der DZT nicht mehr zutraut, auch in Deutschland für das Zielgebiet Deutschland werben zu können.

Es müssen ja nicht immer die großen Attraktionen sein. Sommerzeit bedeutet Kultursaison auf dem Land. Da werden die Bretter, die die Welt bedeuten, auf allen möglichen Dorfangern für Shakespeare und Co. gezimmert und in Scheunen, auf Wiesen und vor Schlössern wird munter musiziert. Wir haben uns für das Reiseradio mal etwas Ungewöhnliches herausgepickt, was letztes Jahr übrigens Weltpremiere hatte. Ein Klassikkonzert auf einer Golf-Driving-Range, bei dem die Golfspieler Teil der Musik sind. Was da genau passiert am 11. September im Land Fleesensee, wenn das Ereignis noch einmal stattfindet, das verrät uns Daniel Bojahr der Hotelchef des Radisson Blu Schlosshotels Fleesensee.

Musik ist für viele ein Reisegrund, Kultur allgemein, und deshalb beleuchten wir stellvertretend noch ein zweites Ereignis. Dieses Mal geht es um einen Schriftsteller, Oskar Wilde, mit vor allem einem Roman. Oskar Wilde wurde in Dublin geboren. Der irische Botschafter in Berlin, Dan Mulhall, ist ein Fan von ihm. Er liest nicht nur für das Reiseradio die Schlüsselszene aus eben diesem Roman, sondern wirbt auch dafür, im Sommer auf den Spuren von Oskar Wilde durch Dublin zu wandeln.

Auch mein Lieblingsprofessor ist jetzt urlaubsreif. Aber bevor es ihn in sein Domizil auf Lanzarote zieht, werden wir uns noch unterhalten über die neue Unsitte von Hotels vor allem in Amerika und der Karibik, ähnlich wie die Billigflieger Gebühren für alle möglichen Dienstleistungen zu verlangen. Ob sich hier ein unseliger Trend etabliert? Den ganzen Beitrag lesen »

RR023 Dr. Petra Stolba möchte Österreich emotionalisieren / Oliver Müller-Dukat möchte 1,2 Fly aus dem Preis-Diktat befreien / Joachim Hunold möchte Airberlin zum Global Onewordler machen / Karl Born möchte es mal ganz easy nehmen, wenn die Jets Ärger machen

Sie möchten die Sendung hören?

Bitte hier klicken:  

Wir schauen heute mal auf den Urlaub bei unserem Alpen-Nachbarn. Ein Topziel für die Deutschen, wenn es über die Grenze geht. Aber, wie kann man Österreich so sexy aufladen, dass auch junge Menschen nicht mehr an den Zwangs-Familienurlaub denken und keinen weiten Bogen mehr um Austria machen? Darüber sprach ich mit der Leiterin der Österreich Werbung in Wien, Dr. Petra Stolba.

Billich will ich. Das eint die Klientel der preisaggressiven Reiseveranstalter. Einer meint jetzt offensiv, es gehe aber nicht nur um den Preis, der heiß sein müsse, um die Klientel zufriedenzustellen – auch die Qualität müsse immer besser werden: Oliver Müller-Dukat, der Chef von 1,2 Fly, über die Strategie, einen Billigheimer so aufzuwerten, dass aus Schnäppchen-Jägern Stammkunden werden.

Bei der Lufthansa sah man lange Gesichter am Anfang der Woche. Ausgerechnet die unbequeme Airberlin, die dem Kranich schon so manches ehemals super gute Geschäft vermasselt hat, wurde jetzt von der Oneworld Allianz geadelt. Die Berliner Fluggesellschaft gehört bald einer der stärksten weltweiten Code Share Vereinigungen an. Schon im Winter geht es los mit American Airlines und der Finnair. Das bedeutet ein Flugplan mit über 900 Verbindungen. Als kleines akustisches Archiv im Reiseradio die Rede von Airberlin CEO Joachim Hunold über den Coup der Woche.

Fliegend sind auch unsere Themen der Reiseradio-Lästerei mit Karl Born… Ich sage nur Griechenland, Easyjet und die französische „Air Sarkozy One“ mit Doppelbett und Badewanne. Da kommt Freunde auf. Garantiert. Den ganzen Beitrag lesen »

RR022 Jung, suchend, selbsterfahrend – der Meridian Reisejournalistenpreis / Schön, aufblühend, authentisch – Sri Lanka wieder auf touristischer Landkarte / Schnell, praktisch, ausschneidend – der digitale Notizblock von Memonic / halbwissenschaftlich und volleklig – Karl Born kritisiert Reise-Content

Sie möchten die Sendung hören?

Bitte hier klicken:  

Nach den Programm-Präsentationen der letzten Wochen geht es in dieser Sendung um guten Journalismus – ein Gespräch mit den beiden jungen Gewinnern des Meridian-Preises für Reisereportagen. Und um schlechten Journalismus in den Bemerkungen mit Karl Born: über das neue Ekel-Reise-TV bei den privaten Kommerzsendern und über fragwürdige Umfragen und Studien, mit denen sich touristische Pressestellen wie trojanische Pferde in die Reiseteile schleichen wollen.

Es geht um Sri Lanka. Das schöne Land, das sich wieder einmal auf die touristische Landkarte wagt. Matthias Rotter, der Chef von Meier’s Weltreisen und Kenner der Region, verrät uns, was man im ehemaligen Ceylon nun erwarten kann.

Und es geht um einen digitalen Helfer, den die Hörer des Reiseradios sicher bald nicht mehr missen möchten: Den Account bei www.memonic.com, der ihnen hilft, zum Beispiel persönliche Reiseführer aus vielen Internetquellen zusammenzustellen. Entweder für die eigene Reise, wenn man schwere Literatur nicht mitschleppen möchte, oder auch als Gruppenreiseleiter, wenn man damit seine Gäste bereits vorab auf eine Tour einstimmen kann. Den ganzen Beitrag lesen »

RR021 Peter Fankhauser und die Baklava-Connection / Michael Tenzer und die Lust am breiten Luxus / Michael Frese und die Last der Fußball-WM / Professor Born und die Hitze bei der Deutschen Bahn

Sie möchten die Sendung hören?

Bitte hier klicken:  

Alle hatten dichtgehalten wegen der Börse. Montagfrüh platzte die Bombe: Öger geht zu Thomas Cook. Die Türkei als Ziel wird immer wichtiger für Oberursel. Am Ende wurden die Verhandlungen sehr persönlich. Ob nun mit Tee und Baklava, das wollte Peter Fankhauser zwar nicht ausdrücklich bestätigen, aber man konnte erfühlen, dass es nicht nur um nackte Zahlen ging.

Die Zahlen müssen zwar stimmen, aber Cheftouristiker Michael Tenzer darf wieder ein wenig spielen mit der Ware Urlaub. Thomas Cook Reisen wird bewusst breiter aufgestellt und demokratisiert im Hause das Luxus-Label. Frage ist, wie die künftige Abgrenzung zur Butter-und-Brot-Marke Neckermann geführt wird.

Kleine, feine Bauklötzchen für die Urlaubsreise – so verdient DERTour seit Jahren überdurchschnittlich gut in der Branche. Diesen Sommer gab es durch die WM-Müdigkeit der Fans einen leichten Dämpfer im angestammten Geschäft der Event-Reisen, aber das machte augenscheinlich nichts aus beim Sammeln von Marktanteilen. Michael Frese schaut lieber nach vorn – mit dem IPad in der Hand. Da drauf sind nämlich jetzt alle Kataloge. Ein gewichtiges Argument für eine neue Zeitrechnung.

Karl Born ist pessimistisch, ob die Bahn sich ändern wird in der nächsten Zeit. Mehdorn und seine Kumpane haben das Unternehmen so ruinös ausgebeutet für den Börsengang, dass die Service-Orientiertheit angesichts all der Wartungs-Baustellen noch lange auf der Strecke bleiben wird. Neues Denken ist angesagt im Bundesunternehmen – auch wenn es bei der Hitze schwerfällt. Den ganzen Beitrag lesen »

RR020 Sören Hartmann als Säulen-Heiliger / Peter Wennel als gefühlter Qualitätsführer / Boris Raoul als Kostensenker / Karl Born als DZT-Bemitleider

Sie möchten die Sendung hören?

Bitte hier klicken:  

Schland, oh Schland, wie schön, das Ferienmachen kann wieder losgehen.  Rechtzeitig zur Reisesaison macht die touristische Industrie drei Kreuze: Endlich ist Fußball vorbei.

Aber zunächst war die vergangene Woche, so wie auch diese, sehr Veranstalter-lastig. Pressekonferenzen für die Winterprogramme. Sören Hartmann hatte seine Premiere als Chef der REWE-Touristik und fand mehr als deutliche Worte in Richtung Bundesregierung, die derzeit gerade touristische Entscheidungen fern von Sachkenntnis fällt und in eine Art „Basta-Politik“ zurückfindet.

Sein Kollege Boris Raoul von FTI unterstrich wieder einmal mehr, dass die Münchener immer für einen Aufreger gut sind in der Branche. Nun konnte man zwar heraushören, dass der Gold-Ausflug eher bronzig blieb, aber nun schreckt man auf mit neuen Asien-Katalogen – und vor allem einem Thailand-Prospekt, das erst in Wochen auf den Markt kommen soll, mit dann konkurrenzlos günstig nachverhandelten Preisen. Thailand-Urlauber, also lieber noch ein wenig warten mit der Buchung…

Ja, und auch Aldiana meldete sich zu Wort. Zu spät für den Katalog wurde nach Landskron auch noch Bad Griesbach hinausgeworfen. Peter Wennel möchte seine Clubs als Qualitätsführer im Premiumsegment platzieren. Da wird Robinson einen Schluckauf bekommen, aber der neue starke Mann bei Aldiana ist selbstbewusst. Und wenn es nur darum geht, die Braut gehörig aufzuhübschen für vielleicht doch eine neue Mutter…

Und wenn man daheim bleiben möchte in Deutschland? Das ist das Thema heute im Gespräch mit Karl Born. Die phänomenalen Zahlen im Deutschlandtourismus – trotz oder wegen der DZT? – und der Erfolg von Berlin, der die Stadt unerreichbar zu machen scheint auf der deutschen touristischen Bestenliste. Den ganzen Beitrag lesen »

RR019 Minister Nikitiadis: Griechenland muss besser werden / Doktor Jelinek: Arzneien im Ausland können gefährlich sein / Direktor Rath: Kameha Grand will ein Wunderland bleiben / Professor Born: schwülstige Schaumparty und andere Flugenten

Sie möchten die Sendung hören?

Bitte hier klicken:  

Für einen Tourismusminister, selbst wenn er nur ein stellvertretender ist, muss es sich anfühlen, wie ein Gang nach Canossa, wenn er im Ausland einzugestehen hat, dass nicht alles gut ist , was die heimische Urlaubsindustrie so fabriziert. In dieser undankbaren Rolle befindet sich gerade Georgios Nikitiadis. Griechenlands Image ist nicht gerade prickelnd zur Zeit. Da braucht es ministerieller Beschwichtigungsversuche. Aber wahrscheinlich sind die Rabatte, die auf einmal purzeln, viel hilfreicher.

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Die Reiseapotheke möchte der Vater des Malaisefreien Urlaubs sein. Aber nur dann ist sie es auch, wenn das Richtige eingepackt wird. Unser Mediziner Dr. Tomas Jelinek gibt Rat – und warnt gleichzeitig vor der vermeintlichen Schnäppchenjagd nach Heilmitteln im Ausland. Nicht überall, wo Medizin draufsteht, ist nämlich auch Medizin drin.

Vieles im spektakulären Kameha Grand Hotel an den Ufern des Rheins bei Bonn wirkt, als wäre Designer Marcel Wanders auf Extasy gewesen oder hätte mit den Investoren wenigstens ein Tütchen geraucht bei der Planung. Manche finden es grandios, manche auch nur spleenig. Kalt lässt das jetzt schon zum „Hotel des Jahres 2011“ gewählte niemanden. Die Eröffnung war ein Computer-Chaos, aber mittlerweile hat man gelernt, die vollautomatisierte Hotel-Bühne zu bespielen. Ein Interview mit dem Zirkusdirektor Karsten Rath.

Eher um Campingzelte kümmert sich mein Kollege Rüdiger Edelmann. Denn die sollen nach Meinung des DTV wieder Trend werden. Genauso wie Caravanurlaub oder der Wohnwagen mit Grill. My Rolling Holiday Home is my Castle? Zurück in die 50er?

Dort wähnte der Foto-Fachverkäufer auch die Geburtsstunde der Kamera meines Kollegen Rolf Nöckel, bevor er sie der Entsorgung anheim stellen wollte. Ein herzzerreißender Abgesang auf ein „Schätzken“

Wie hundertausende andere, hat auch unser Professor Born zufällig den sexistischen Werbespot einer russischen Billig-Airline auf You Tube angeschaut, in dem, nun ja, ein Flugzeug gewaschen wird. Angesichts der natürlich nur vermuteten sexuellen Orientierung vieler Tourismus-Mitarbeiter wundern wir uns über die Klickrate – aber dann auch über so manch anderes in der Welt des Fliegens Den ganzen Beitrag lesen »

RR018 TUI CEO Dr. Volker Böttcher über vorsichtige Prognosen / Airtours-Chefin Kirsten Feld-Türkis über wahren Luxus / TUI Hotelvorstand Karl Pojer über Visionen zu Fleesensee / Karl Born über twittrige Kurzmeldungen und ihren versteckten Charme

Sie möchten die Sendung hören?

Bitte hier klicken:  

Reiseradio brät sich heute ne Extrawurst. Nicht nur wegen des Achtelfinales – darf’s ein Viertele mehr sein? Der Veranstalter des Vertrauens von Jogi Löw berichtet über seine Strategien für Sommer und Winter. Die Sonne geht vorsichtig auf. Zumindest bekommt der TUI Urlauber auf ausgewählter Fernstrecke dafür eine Garantie. Dr. Volker Böttcher im Gespräch über Aktienkurse, Asche-Marketing und Altenbetreuung. Madame Trés Chic der TUI, Kirsten Feld-Türkis, die Chefin der Nobelmarke Airtours, philosophiert über ihre Marke und eine Liga, wo ein paar Euro keine Entscheidungsrelevanz mehr haben dürften. Und der oberste Herbergsvater der TUI, Karl Pojer, denkt zurück an den grauen Märznachmittag, als er zum ersten Mal vor dem Schweinestall stand und sich visionär vorstellen musste, ob daraus mal nach 10 Jahren das erfolgreiche Land Fleesensee werden könnte… Rolf Nöckel macht sich seine philosophischen Gedanken, was denn da raus kommt, wenn man touristische Visionen hat und Geheimtipps urplötzlich eine beängstigende Eigendynamik entwickeln. Und Karl Born äußerst seine Abneigung, sich in ein paar Anschlägen twitterig kurz fassen zu müssen, lässt sich aber (fast) überzeugen, wie sehr dieses Web 2.0 auch zum erfolgreichen Verbündeten des touristischen Verbrauchers  werden kann. Den ganzen Beitrag lesen »

Nächste Einträge »